Hiebinger Hydrokulturen und Wasserbrunnen

Hydrokultur und Bewässerungssysteme

Grünpflanzen und Wasser beleben Büro und Wohnraum.

Was genau ist Hydrokultur? Und warum isind Hydropflanzen so empfehlenswert fürs Büro und den Wohnraum? Wie beeinflussen Hydrokulturen und ihre Bewässerung unser Raumklima? Wir haben einige Fragen – und Antworten – rund um Hydrokultur und Hydrokulturpflanzen für Sie zusammengefasst.

  1. Was ist Hydrokultur?
  2. Wie oft muss eine Hydropflanze gegossen werden?
  3. Welche Pflanzendüngemittel für Hydrokulturen gibt es?
  4. Gibt es außer der Hydrokultur noch weitere Gießsysteme?
  5. Wie funktioniert das Bewässerungssystem von Lechuza?
  6. Welches Auswirkungen haben Hydro Pflanzen auf das Raummilieu?
  7. Welche Hydrokultur Pflanzen sind zur Entgiftung von Wohnräumen / Büro geeignet?

 

1. Was ist Hydrokultur?

Für die Hydrokultur verwendet man speziell in mineralischem Substrat vorgezogene Pflanzen – die Hydrokulturpflanzen. Hydrokultur bedeutet wörtlich Wasserkultur. Die Wurzeln der Hydrokultur Pflanzen leben im Wasser (anstatt in der Erde). Dadurch ist das Wurzelgefüge dieser Pflanzen anders als bei Erdpflanzen. Die Wurzeln der Hydropflanzen sind dicker und fleischiger.

Hydropflanzen wurzeln in Hydrogranulat (gebranntem Blähton). Das Hydrogranulat ist porös und kann somit Wasser aufnehmen und auch wieder abgeben. Es ist in unterschiedlichen Körnungen erhältlich ist, z.B. grob (8-16 mm) und fein (4-8 mm).

Zwischen dem Hydrokultur Granulat befindet sich Luft (Sauerstoff). Wenn so viel Wasser zugeführt wurde, dass das Granulat vollkommen gesättigt ist, bildet sich im Hydrogefäß eine Wasserschicht, deren Höhe vom Wasserstandsanzeiger angezeigt wird. Wenn zu viel Wasser im Hydrokultur Gefäß vorhanden ist, bekommen die Wurzeln keinen Sauerstoff. Es ist wichtig, dass die Pflanze das Wasser zuerst ganz verbraucht, ehe neues Wasser zugeführt wird. Ansonst bekommen die Wurzeln nicht genügend Sauerstoff und beginnen zu „faulen“.

 

2. Wie oft muss eine Hydropflanze gegossen werden?

Der Hydrokultur Wasserstandsanzeiger zeigt die Menge an stehendem Wasser im Hydrogefäß an. Im Hydro Gefäß bildet sich eine Wasserschicht, wenn das Hydrogranulat gesättigt ist (also kein Wasser mehr aufnimmt) und dennoch zusätzliches Wasser in das Gefäß eingefüllt wird.

Füllen Sie das Hydrogefäß mit lauwarmem Wasser (kein kaltes Wasser!) bis zur Mittelmarkierung oder bei höheren Hydrokultur Pflanzen und an sehr hellen Standorten bis zum Höchststand. Füllen Sie erst wieder Wasser nach, wenn der Mindeststand erreicht ist.

Achtung: Bei einem neuen (frisch bepflanzten) Hydrogefäß muss der Wasserstand gut beobachtet werden! Das Hydrogranulat wird anfangs viel Wasser aufnehmen, wodurch die Pflanze weniger Wasser zur Verfügung hat.

 

3. Welche Pflanzendüngemittel gibt es und wie oft muss ich die Pflanze düngen?

Es gibt 2 Arten von Hydrokultur Pflanzendüngern: 

1: Flüssigdünger 

2: Ionenaustauschgranulate (Lewatit)

 

Flüssigdünger muss immer zuerst im Gießwasser der Hydrokultur aufgelöst werden. Sonst käme der Dünger direkt mit den Wurzeln in Kontakt und würde sie „verbrennen“. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Dünger direkt an die Wurzeln gelangt, wodurch die Nährstoffe in der Hydrokultur schnell aufgenommen werden. Der Nachteil besteht darin, dass das Düngemittel für die Grünpflanzen sehr genau abgemessen werden muss, damit die Konzentration nicht zu hoch ist.

Ionenaustauscher sind Kunstharzgranulate, die Nährstoffionen gegen andere Ionen austauschen können. Dadurch erfolgt in der Hydrokultur ein Austausch zwischen überflüssigen, schädlichen Ionen und nährstoffreichen Ionen. Die Hydrokulturpflanzen nehmen die Nährstoffe nach Bedarf auf. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie bei kalkarmem Wasser (weichem Wasser) kaum Wirkung zeigt, während sich bei hartem Wasser eine zu nährstoffreiche Lösung für die Hydropflanzen bilden kann.

 

4. Gibt es außer Hydrokultur noch weitere Gießsysteme?

Neben der Hydrokultur gibt es noch andere Gießsysteme, nämlich Semi-Hydrokultur und Seramis. Wir bieten diese Varianten für eine pflanzengerechte und einfachere Versorgung von Pflanzen mit Erdsubstrat an.

Semi-Hydrokultur 

Semi-Hydrokultur ist die Kombination eines Hydrokultursystems mit einer Erdpflanze. Dabei wird auf dem Boden des Pflanzgefäßes ein Füllrohr installiert. Das Wasser wird der Hydro Pflanze über dieses Füllrohr zugeleitet, wodurch es direkt in den Wasserspeicher gelangt. Verschmutztes Wasser lässt sich über das Füllrohr leicht aus dem Hydrokultur Gefäß herauspumpen.

Der Hydrokultur Wasserstandsanzeiger wird circa 7 cm unter dem Erdballen installiert. Diese 7 cm stimmen mit der Höhe des Anzeigeröhrchens des Wasserstandsmessers überein. Wenn der Wasserstandsanzeiger auf dem Höchststand steht, steht das Wasser bis unter dem Erdballen.

Das Trennvlies verhindert, dass Erde in den Wasserspeicher gelangt und den Wasserstandsanzeiger der Semi Hydrokultur verstopft. Ferner hat das Trennvlies eine große kapillare Wirkung. Für eine optimale kapillare Wirkung kann man Hydrogranulat für den Wasserspeicher verwenden und sozusagen in das Trennvlies „einpacken“.

Für den Anfang ist es wichtig Folgendes zu beachten: Nachdem Sie Ihre Semihydrokultur Pflanze in das Gefäß eingepflanzt haben, müssen Sie die ersten Monate von oben auf die Pflanzenerde gießen, da die Pflanzen noch keine Wasserwurzeln haben. Nach 4-6 Monaten wirkt das System vollständig, Sie können zur Pflanzenversorgung mit lauwarmen Wasser in den Füllschacht gießen, bis der Hydrokultur Wasserstandsanzeiger auf „max“ steht.

 

In Abb. 1: Semi-Hydrokultur – hier sehen Sie, wie ein Semi-Hydrokulturgefäß aufgebaut wird.

 

Abb. 1 : Semi-Hydrokultur

Semi-Hydrokultur 

1: Hydrogranulat (Höhenausgleich im Gefäß)

2: Innenhülle 

3: Füllrohr (auf dem Boden) 

4: Hydrogranulat

5: Hydrokultur Wasserstandsanzeiger (circa 7 cm unter dem Erdballen der Pflanze)

6: Trennvlies

7: Erdpflanze (Kulturtopf entfernen)

8: Erde / Blähton je nach Pflanzenart

9: Evt. Oberflächenabdeckung

Achtung: Verhältnis Erdschicht und Wasserspeicher = 2/3 Erde und 1/3 Wasserspeicher

 

Seramis

Seramis ist ein System, das aus einer Erdpflanze mit Seramis-Blähtongranulat besteht. Das Verhältnis zwischen Erdballen und Seramis beträgt 1/3 Erdballen und 2/3 Seramis.

Das Substrat Seramis besteht aus sehr feinem Granulat, wodurch spezielle Gießanzeiger verwendet werden müssen, die es in zwei Ausführungen gibt: als Feuchtigkeitsmesser und als elektronischen Gießanzeiger.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Gießanzeigern besteht im Installationsort. Den Feuchtigkeitsmesser stecken Sie in den Erdballen der Pflanze. Der elektronische Gießanzeiger wird direkt in das Seramis-Substrat gesteckt.

Aufgrund der starken Saugwirkung von Seramis erscheint uns diese Variante für Pflanzen mit dem Anspruch auf sehr gute Wurzelbelüftung sowie für Pflanzen an dünkleren Standorten wegen der gegebenen Fäulnisgefahr eher nicht geeignet.

 

In Abb. 2 sehen Sie, wie ein Seramis-Gefäß aufgebaut wird.

 

Abb. 2: Seramis

Seramis

1: Hydrogranulat (Höhenausgleich im Gefäß)

2: Innenhülle 

3: Erdpflanze (Kulturtopf entfernen)

4: Seramis

5: Gießanzeiger

oder

6: Elektronischer Gießanzeiger 

7: Evt. Oberflächenabdeckung

Achtung: Verhältnis Erdschicht und Seramis = 1/3 Erde und 2/3 Seramis

 

5. Wie wirkt das Bewässerungssystem von Lechuza?

Dieses Bewässerungs-System eignet sich sehr gut für Erdpflanzen. Durch das Bewässerungssystem geben Sie Ihren Pflanzen nie zuviel oder zuwenig Wasser. Der Hydrokultur Wasserstandanzeiger gibt genau den Wasserstand wider. Dieses System ist in vielen Größen und Gefäßformen sowie Gefäßfarben verfügbar.

Nach der Umpflanzung gilt Folgendes zu beachten:

Die ersten ca. 12 Wochen nach der Verpflanzung in das Hydropflanzen Gefäß müssen Sie von oben auf die Pflanzenerde gießen, da die Pflanzen noch keine Wasserwurzeln haben. Nach dieser Zeit können Sie die Pflanze über den Füllschacht mit lauwarmem Wasser befüllen, bis der Wasserstandsanzeiger auf „max“ steht. Nach Erreichen der „min“-Marke sollten Sie möglichst sofort wieder Wasser in den Einfüllschacht gießen.

In Abb. 3 sehen Sie den Aufbau eines Bewässerungssystems bei Lechuza Gefäßen

Abb. 3: Bewässerungs System Lechuza Bewässerungssystem für Säulengefäße:

1. Wasserstandanzeiger, sorgt für volle Gießkontrolle

2. Einfüllschacht, leichtes Einfüllen von Wasser und Flüssigdunger

3. Lechuza-Pon als Trennschicht, dosiert perfekt die Wasserzufuhr zur Pflanze

4. Trennboden, bildet den Wasserspeicher im Gefäßboden

5: Einsatz, sorgt dafür, dass das Wasserreservoir nicht zu groß wird

6. Bodenschraube, bei einem Außeneinsatz wird Sie entfernt, so kann über schlüssiges Regenwasser nach Außen ablaufen

 

Achtung: Zum Einsatz des Erd-Bewässerungs-Sets in den Säulengefäßen benötigen Sie unbedingt den Pflanzeinsatz. Ein Einbau des Bewässerungs-Sets direkt in das Säulengefäß ist nicht möglich. Für Classico und Quadro brauchen Sie keinen Einsatz.

 

6. Welches Auswirkungen haben Hydro Pflanzen auf das Raummilieu?

Ein gutes Innenklima und Raumklima am Arbeitsplatz ist eine Grundvoraussetzung für die Erbringung optimaler Leistungen. In vielen Arbeitsräumen ist die Luft zu trocken – darin befinden sich schädliche Stoffe, die Gesundheitsbeschwerden verursachen können. Häufige Beschwerden sind trockener Hals, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Reizungen an Augen, Atemwegen und Haut, und Husten.

Durch die Aufstellung von luftreinigenden Pflanzen können diese Gesundheitsbeschwerden stark gesenkt werden. Hydropflanzen und Erdpflanzen optimieren das Raumklima spürbar! Denn die Grünpflanzen bereichern die Luft mit Wasserdampf, absorbieren Wärme und Geräusche und können schädliche Stoffe aufnehmen und abbauen. Menschen empfinden einen Arbeitsplatz mit Pflanzen daher als angenehmer – was nachweislich zu einer Verringerung von Stress und Sick-Building-Symptomen, Kopfschmerzen und Ermüdung führt.

Hydrokulturpflanzen und Grünpflanzen im Büro:

- absorbieren schädliche Stoffe

- sorgen für Kühlung

- filtern Schmutz und

- Stoffteilchen aus der Luft

- verringern Stress

- halten die Luftfeuchtigkeit auf gleichmäßigem (gesunden) Niveau

- fördern die Leistung

- vermitteln ein angenehmes Gefühl

- wirken schalldämpfend

 

Ein effektiver Einsatz von Pflanzen

Verschiedene Pflanzenarten haben verschiedene positive Eigenschaften. Besonder gut luftreinigende Büropflanzen sind Schwertfarn, Gerbera, Gummibaum, Efeu und die Dattelpalme.

Pflanzen mit einem hohen Wasserverbrauch, die die Luftfeuchtigkeit im Büro und Wohnraum verbessern, sind Farne, Ziergräser, Bambuspalme, Kentiapalme, Ficus, Efeu, Philodendron, Spathiphyllum, Zimmerlinde und die Bananenpflanze.

Grünpflanzen brauchen ausreichend Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe. Da es kein festes Rezept für die Auswahl und Zusammenstellung von geeigneten Zimmerpflanzen gibt, empfiehlt es sich, bei der Begrünung der Arbeitsumgebung den Ratschlag der Hiebinger Innenraumbegrünungs-Experten einzuholen. Hiebinger ist dabei behilflich, eine optimale Entscheidung in Hinsicht auf die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Grünpflanzen zu treffen. Sie können auf jeden Fall davon ausgehen, dass sich eine (relativ geringe) Investition in Begrünung positiv auszahlt – sowohl auf die Gesundheit und Produktivität als auch im Sinne sinkender Krankmeldungen und mehr Spaß an der Arbeit!

Die Auswirkungen von Pflanzen auf das Raummilieu

In Büros befinden sich oftmals Materialien, die schädliche Stoffe freisetzen, z.B. Drucker, Kopiergeräte, Computerbildschirme und Teppichböden. Grünpflanzen und Büropflanzen senken die Konzentration an Kohlenstoffdioxiden und anderen Stoffen, die in hohen Konzentrationen schädlich sind (insbesondere organische Stoffe wie Formaldehyd und Benzol). Durch diese Hydro Reinigung hat verschmutzte Luft weniger Auswirkungen und wird die Innenluft als frischer empfunden.

Ein ideales Klima im Büro ist nicht so einfach zu verwirklichen, vor allem im Winter, wenn die Luftfeuchtigkeit durchs Heizen niedrig ist. Geringe Luftfeuchtigkeit kann zu ausgetrocknetem Mund und verstopfter Nase (Erkältungsgefahr) sowie Augenreizungen und Hautproblemen führen. Grippe und Erkältungskrankheiten gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit.

Hydropflanzen und Büropflanzen, die viel Wasser brauchen, können den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft um bis zu 10 bis 15 Prozent erhöhen. Mehr als 97 Prozent des Wassers, mit dem sie gegossen werden, wird über die Blätter wieder an die Raumluft im Büro abgegeben. Studien haben ergeben, dass in begrünten Büros die krankheitsbedingten Ausfalltage von Mitarbeitern um bis zu 3,5 Tage pro Arbeitnehmer zurückgingen. Hydrokulturpflanzen können auch den „thermischen Komfort“ erhöhen: sie bewirken eine Kühlung des Büroraumes durch Beschattung und durch Verdampfung des Gießwassers.

 

7. Welche Pflanzen sind zur Entgiftung von Wohnräumen/Büros geeignet?

 

Die Antwort: Pflanzen, die Formaldehyd gut abbauen

- Echte Aloe (Aloe barbadensis) zu 90%

- Grünlilie (Chlorophytum elatum) zu 86%

- Baumfreund (Philodendron selloum) zu 76%

- Drachenbaum (Dracaena fragrans ’Massangeana’) zu 70%

- Efeutute (Epipremnum aureus) zu 67%

- Purpurtute (Syngonium podophyllum) zu 67%

- Chrysantheme (Chrysanthemum morifolium) zu 61%

- Gerbera (Gerbera jamesonii) zu 50%

- Drachenbaum (Dracaena deremensis ‘Warneckii’) zu 50%

- Topferde Kontrolle zu 33%

 

Pflanzen, die Benzol gut abbauen

- Efeu (Hedera helix) zu 90%

- Einblatt (Spatiphyllum) zu 80%

- Drachenbaum (Dracaena marginata) zu 79%

- Efeutute (Epipremnum aureus) zu 73%

- Drachenbaum (Dracaena deremensis ‘Warneckii’) zu 70%

- Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) zu 53%

- Kolbenfaden (Aglaonema modestum) zu 48%

- Topferde Kontrolle zu 20%

 

Pflanzen, die Trichloräthylen gut abbauen

- Einblatt (Spatiphyllum) zu 23%

- Drachenbaum (Dracaena deremensis ‘Warneckii’) zu 20%

- Drachenbaum (Dracaena deremensis ’Janet Graig’) zu 18%

- Drachenbaum (Dracaena marginata) zu 13%

- Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) zu 13%

- Efeu (Hedera helix) zu 11%

- Topferde Kontrolle zu 9%

 

Pflanzen, die Kohlendioxid gut abbauen

- Grünlilie (Chlorophytum elatum) zu 96%

- Efeutute (Epipremnum aureus) zu 75%

- Topferde Kontrolle zu 9%

 

 

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